Privatdozentin Dr. med. Eveline Blitstein-Willinger
Schloßstr. 8812163 Berlin Tel. (030) 531 44 11 50
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Die allergische Kontaktdermatitis

Definition

Die allergische Kontaktdermatitis ist eine nach lokalem Kontakt (durch direkte Berührung mit der Haut) mit Allergenen durch eine allergische Typ IV-Reaktion ausgelöste Entzündungsreaktion der Haut. Die Substanzen, die eine Kontaktallergie oder eine andere Allergie auslösen, nennt man Allergene.

Wie entsteht eine Kontaktallergie?

Allergene werden nach Kontakt mit der Haut resorbiert, und von bestimmten Zellen (Langerhans-Zellen) prozessiert (verarbeitet). Diese Zellen migrieren dann in den benachbarten Lymphknoten wo die Allergene präsentiert werden. Nach erfolgter Sensibilisierung lösen aktivierte Lymphozyten (Immunzellen) Entzündungsreaktionen in der Haut aus. Die Beschwerden treten nach 24-72 Stunden auf.

Wie sieht eine Kontaktallergie aus?

Für den Betroffenen sichtbar, führt der wiederholte Kontakt mit dem Allergen zur Rötung, Schwellung und Bläschen der Haut, die mit einem extremen Juckreiz einhergehen. Später wird die Haut sehr trocken und schuppig.

Welche Kontaktdermatitis Formen kennen wir?

  • Akute Kontaktdermatitis
  • Subakute Kontaktdermatitis
  • Chronische Kontaktdermatitis

Welche sind die häufigsten Kontaktallergene?

Es gibt ein breites Spektrum an Stoffen, die Allergien auslösen können. Besonders häufig sind Metalle wie Nickel und Chromate, Epoxiharze, Gummihilfstoffe, Salbengrundlagen (Wollfett), Konservierungsstoffe (Parabene, Formaldehyd), Desinfektionsmittel, Gerbstoffe und Duftstoffe. Auch sogenannte natürliche Pflanzenextrakte wie Ringelblumen, Arnika, Teebaumöl gehören dazu.

Die deutsche Kontaktallergie-Gruppe erstellt jährlich eine Hitliste der häufigsten Kontaktallergene. Seit einigen Jahren führt Nickel (Jeansknopf- oder Modeschmuckallergie) mit 17% aller Kontaktallergien in Deutschland diese Hitliste an, gefolgt von einem Duftstoffmix (Kosmetika- oder Parfümallergie) mit 12,6% und Perubalsam (Kosmetika-, Aromastoffallergie) mit 9,8%.

Welche Untersuchungen führt der Arzt bei Verdacht auf eine Kontaktallergie durch?

Besteht ein Verdacht auf eine Kontaktallergie, wird ein Epikutantest durchgeführt. Dabei werden Pflaster mit der Testsubstanz in neutraler Grundlage (Vaseline) beschickt und mit Pflaster auf dem Rücken geklebt. In der Regel werden dabei gleichzeitig mehrere Allergene getestet. Nach 48 Stunden werden die Pflaster abgenommen und die Hautreaktionen nach 48 und zusätzlich 72 Stunden abgelesen.

Wie wird eine Kontaktallergie behandelt?

Zuerst müssen die Auslöser für die Allergie ermittelt werden. Ist erst einmal klar, welche Substanz die Allergie verursacht hat, so kann sie zukünftig gemieden werden.

Zur äußerlichen Behandlung helfen am besten kortisonhaltige Salben und Cremes sowie rückfettende Körperpflege. In leichten Fällen wirkt auch eine entzündungshemmende Schüttelmixtur. Bei schweren Fällen werden Kortisontabletten und andere Entzündungshemmer verschrieben.

Risse in der entzündeten Haut und nässende Stellen sind Eintrittspforten für Pilze und Bakterien. Daher müssen unter Umständen auch Hautinfektionen behandelt werden.

Berufsunfähigkeit und Meldepflicht

Wenn bei einem Allergietest festgestellt wird, dass der Auslöser ein "Berufsstoff" ist, also ein Stoff, mit dem der Betroffene am Arbeitsplatz regelmäßig und notwendigerweise zu tun hat, muss der Arzt die zuständige Berufsgenossenschaft benachrichtigen. Die Benachrichtigung muss auch erfolgen, wenn lediglich ein Verdacht besteht.

Im weiteren Verlauf muss dann geklärt werden, ob der Betroffene den Beruf weiter ausüben kann. Ist das nicht möglich, besteht eine Berufsunfähigkeit. Wird dadurch eine berufliche Umorientierung notwendig, hilft oft eine berufsdermatologische Beratung durch eine entsprechend ausgebildeten Arzt.

Verhaltensmaßnahmen für Kontaktallergiker

Hier sind die wichtigsten Verhaltensmaßnahmen für Kontaktallergiker:

  • Der Kontakt mit dem Allergen ist konsequent zu meiden (dies beinhaltet eventuell auch ein Arbeitsplatzwechsel oder den Verzicht auf ein Hobby).

  • Individuelle Schutzmaßnahmen sind zu befolgen: Schutzhandschuhe, Hautschutzschaum oder Hautschutzsalben, um den Kontakt mit dem Allergen zu minimieren.

  • Zur Hautpflege sollte man seifenfreie Waschsyndets und rückfettende Bäder verwenden.

  • Die Behandlung bestehender Hautekzeme erfolgt unter lokalem Einsatz von z.B. corticosteroidhaltigen Salben.

  • Folgeerkrankungen wie Hautinfektionen müssen gesondert behandelt werden.

  • Patienten sollten auf jeden Fall einen Allergiepass erhalten. Sie müssen gut informiert sein, wo die entsprechenden Kontaktallergene vorkommen, um die dann meiden zu können.

 
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Der Rahmen dieser Darstellung kann ein ausführliches Informationsgespräch mit dem Arzt Ihrer Wahl nicht ersetzen und dient ausschließlich dazu, einen groben Überblick über die angesprochene Problematik zu verschaffen.