Privatdozentin Dr. med. Eveline Blitstein-Willinger
Schloßstr. 8812163 Berlin Tel. (030) 531 44 11 50
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Wie entstehen Allergien?

Ein normal reagierendes Immunsystem bekämpft in den meisten Fällen Eindringlinge wie z.B. Viren, Bakterien, Pilze, aber auch andere körperfremde Stoffe, ohne dass es zum einem Krankheitsausbruch kommt. Als harmlos erkannte Stoffe werden vom Immunsystem ignoriert (toleriert).

Die Bereitschaft des Körpers, eine Allergie zu erwerben, ist genetisch vorprogrammiert, wird also vererbt. Das bedeutet aber nicht, dass sie zwangsläufig bei jedem Menschen auftritt, der entsprechende Erbanlage in sich trägt. Wenn ein bestimmter individueller Schwellenwert der Allergenmenge überschritten wird, bricht die Allergie auf. Es ist oft so, dass der Organismus erst nach mehrmaligem Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff sensibilisiert wird. Der Körper bzw. das Immunsystem antwortet dann auf harmlose Reize mit einer übertriebenen Immunreaktion.

Die Symptome einer Allergie sind vielfältig. Sie hängen von dem körperfremden allergieauslösenden Stoff (Allergen) und dem Organ ab, mit dem er im Kontakt kommt.
Es gibt sehr viele Stoffe und Substanzen, die Allergien auslösen können. Sie werden in der Haut bzw. in den Schleimhäuten abgefangen und den zuständigen Zellen dargeboten. Mehrere komplizierte Vorgänge in den Zellen sorgen dafür, dass die Allergene aufgearbeitet und schließlich vernichtet werden.
Gedächtniszellen sorgen dafür, dass der Organismus das einmal erkannte Allergen noch Jahrzehnte später wieder erkennen wird (auch dann, wenn der Organismus längere Zeit keinen Kontakt mit dem Fremdstoff hatte).

Die Zeiträume, die zwischen dem ersten Kontakt mit dem Allergen (Sensibilisierung) und der manifesten Allergie liegen, können unterschiedlich lang sein (Tage, Wochen,
Monate oder sogar Jahre).
Diese sog. Induktionsphase wird von den betroffenen Personen nicht wahrgenommen. Nachdem die Sensibilisierungsphase abgeschlossen ist, treten die allergischen Reaktionen bei jedem Kontakt mit dem fremden Stoff auf. Bereits geringste Mengen des Allergens genügen, um einen schweren Schub auszulösen

Welche Faktoren beeinflussen die Entstehung einer Allergie?

Neben der individuellen, genetisch bedingten Veranlagung haben Zeitablauf, Menge und Art des Allergens einen sehr großen Einfluss auf die Entstehung einer Allergie. Sehr selten führt der erste Kontakt mit einem fremden Stoff zur Entwicklung einer spezifischen Überempfindlichkeit.

Erst der wiederholte Kontakt mit dem Allergen bewirkt eine Sensibilisierung durch die Bildung von Antikörpern (Allergie vom Früh- und verzögerten Typ) bzw. von spezifisch sensibilisierten Zellen (T-Lymphozyten) (Allergie vom Spättyp). Diese hängt davon ab, wie oft und in welchen Mengen der Stoff in den Organismus eindringt und welche Sensibilisierungskraft er besitzt. Starke Allergene (solche mit hohem Sensibilisierungsvermögen) verursachen schon nach wenigen Kontakten (wie Einatmung, Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt, durch direkten Hautkontakt) eine Sensibilisierung.
Schwächere Allergene können über lange Zeiträume auf den Organismus einwirken, ohne dass es zu einer Sensibilisierung kommt. Intensität und Dauer der Einwirkung bestimmen somit wesentlich das Erweben einer Allergie.

Wenn eine Sensibilisierung bereits besteht, muss bei erneutem Kontakt mit dem Allergen durch die Vermehrung der Gedächtniszellen mit einer stärkeren allergischen Reaktion gerechnet werden. Bei einem sehr hohen Sensibilisierungsgrad genügen bereits geringste Mengen von Allergene, um eine explosionsartige allergische Reaktion des Körpers auszulösen. Wenn der Kontakt mit dem Allergen strikt gemieden wird, kann trotz hoher spezifischer Überempfindlichkeit völlige Beschwerdefreiheit erreicht werden. Die immunologische Erinnerung an das Allergen bleibt in den Gedächtniszellen über Jahrzehnte gespeichert.

 
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Der Rahmen dieser Darstellung kann ein ausführliches Informationsgespräch mit dem Arzt Ihrer Wahl nicht ersetzen und dient ausschließlich dazu, einen groben Überblick über die angesprochene Problematik zu verschaffen.